Textile Drucksachen - Unser DIY-Tipp mit Stempel-, Transfer- und Siebdruck

2019-10-11
Hallo Ihr Lieben,

vor einiger Zeit haben wir Euch ja schon ein paar interessante Gestaltungsideen auf Stoffen und Shirts mit Textilfarben und Textilstiften gezeigt.
Von den Farben und Stiften, die wir von der Marke Marabu  hatten, waren und sind wir ziemlich beeindruckt. Aus dem Grund haben wir uns an weiteren Ideen versucht, Farbe auf Stoffe zu bringen.


Schon länger von selbst geschnitzten Stempeln begeistert, haben wir uns ein Komplett-Set zum Textilen Gestalten mit Linolstempeln - das Marabu Soft Linol - ausgesucht und wollten uns kreativ auf allen möglichen textilen Untergründen ausprobieren.



In so einem Komplett-Set ist alles enthalten, was man für den Anfang benötigt. Eine Soft-Linol-Platte, ein Pinsel, Eine Schaumrolle, schwarze Textilfarbe, zwei Töpfchen Aquarell-Textilfarbe ud natürlich Linolschnttmesser mit wechselbaren Klingen. 
Erweiterbar ist der Umfang natürlich auch noch. Von Marabu gibt es alle erdenklichen Farben einzeln oder als Set zusätzlich zu kaufen. 


Um einen Stempel überhaupt entstehen zu lassen, muss man bedenken, dass alle Teile, die mit dem Schnitzmesser von der Linolplatte agetragen werden später weiß bleiben. Das Material, welches übrig bleibt, wird beim Drucken Farbe aufnehmen und diese dann abbilden.



Wählt zuerst ein Motiv eurer Wahl von einer Vorlage aus oder zeichnet Euch freihand ein Motiv auf Transparentpaier oder dünnem Papier mit einem weichen Bleistift auf.
Anschließend wird das Paier mit der gezeichneten Vorlage auf den Druckstempel gelegt.
Durch Reiben druckt das Bleistiftmaterial auf den Linolstempel und Ihr könnt mit den Schnitzen beginnen.



Bahn für Bahn wird nun das Material aus der Druckplatte abgetragen. Zurück bleibt das Material, dass nachher Farbe  bekommt.


Nun kommt Farbe ins Spiel.
Die Textilfarbe könnt Ihr nun zum Beispiel auf einem Pappteller geben und etwas verteilen. Da solche Teller meistens etwas beschichtet sind, eignen sie sich super.
Mit der Farbrolle geht Ihr nun in die Farbe und nehmt gleichmäßig rundeherum Farbe auf die Rolle auf.
Diese übertragt Ihr anschließend auf den Stempel.






Und schon könnt Ihr Eure selbstgemachten Stempel auf allen Stoffen ( mit maximal 20% Kunststoffanteil) aufbringen. 
Lasst die Farbe einziehen und etwas trocknen. 
Danach kann das Textil im Backofen bei ca. 150 °C für ca. 8 Minuten fixiert werden oder man kann es mit dem Bügeleisen 3 Minuten ohne Dampf genauso gut fixieren.Legt am Besten aber Backpapier auf das Motiv. 



Mit der beiliegenden oder im einzelnen erhältlichen Aquarellfarbe lassen sich weitere Farbeffekte zum Stempelmotiv hinzufügen. 
Mit einem Schwamm wird der Stoff an den Stellen befeuchtet, an denen man Farbakzente setzen möchte. 
Je feuchter der Stoff ist, desto größere Aquarelleffekte erhält man. 
Mit dem Pinsel wird nun die Farbe aufgetragen und kann die tollen verschwimmenden Effekte der Wasserfarben selbst miterleben. 



Ich habe es ein bisschen trockener gehalten und den feuchten Schwamm mit Farbe direkt zum Stempeln benutzt. Zuvor habe ich mir aus zwei Grundfarben die gewünschte Farbe selbst zusammen gemischt.
Über die mit schwarz gestempelten Motive, habe ich nun die Schwammtupfen in Farbe getupft und einen interessanten Farbeffekt erhalten.



Wer es knallier mag, kann seinem Farbrausch auch mit den Marabu Neon ausleben. Das sind wirklich tolle und kräftige Farben für interessante Farbspiele auf dem Stoff.


Auch mit dem Marabu Siebdruck-Set haben es gerne einmal auf Stoff probiert.  Auch in diesem Komplett-Set ist alle enthalten, was man für den ersten Siebdruck benötigt: ein feinmaschiges Sieb im DIN A5 Format im Holzrahmen, textilfarbe in schwarz, ein Schaber und ein Spatel zum Auftragen der Farbe.



Gleich vorweg. bei diesem Siebdruck-Set handelt es sich nicht um Siebdruck, bei dem die Siebplatte mit Chemikalien behandelt und anschließend belichtet wird. Hier ist reine Handarbeit gefragt. 
Sucht Euch also im Vorfeld ein sehr kontrastreiches, schwarz-weiß- Motiv aus. Denn die schwarzen Flächen müssen für den Druck alle händisch ausgeschnitten werden. 
Was passt also besser, als ein Zebra-Motiv? 


Wie gesagt: Druckt Euch euer Motiv auf ein starkes Blatt Papier aus und schneidet ( am besten mit einem Skalpell) alle schwarzen Flächen vorsichtig aus. 
Diese werden Später die Öffnungen, an den Die Textilfarbe durchgedruckt wird. 


Ihr könnt Euch natürlich auch gern eigene Motive zeichnen.


Zum Drucken legt Ihr das zu druckende, ausgeschnittene Motiv auf das feine Sieb und fixiert es mit Abklebeband ( Malerkrepp)


Diese wird nun dorthin positioniert, wo das Motiv später zu sehen sein soll.


Tragt nun am oberen Ende des Siebs Farbe mit dem Spatel auf und zieht diese kräftig über das Sieb.

Haltet dabei das Sieb fest auf der Stoffoberfläche.


Die Farbe verteilt sich durch das Sieb gleichmäßig und fein auf dem Stoff. Das sieht fertig wirklich genial aus.


Aus meinem Probedruck auf einem Stück Jersey habe ich für das Apfelbäckchen ein Shirt genäht.
Das Ergebnis des Drucks hat mir wirklich gut gefallen.
Zuvor hatte ich zugegebenermaßen Bedenken und vorsichtshalber noch kein fertiges T-Shirt zum Bedrucken benutzt.






Selbstverständlich sollte der Stoff nach der Trocknung wie oben beschrieben fixiert werden.
Danach ist er gut und haltbar waschbar.

Eine Technik, die uns auch schon länger interessiert hat, ist der Transferdruck auf Stoff.
Und selbst hierfür haben wir ein Set von Marabu mit allen nötigen Utensilien gefunden. Diese kann man aber auch einzeln kaufen.


Der Transferdruck funktioniert eigentlich ganz simpel. Mit einer Transfer-Lösung wird ein beliebiges Motiv auf den Stoff übertragen. 


Zur Probe habe ich wieder Jersey benutzt, den ich nach Gelingen auch wieder weiter vernähen wollte.

Und so geht der Druck mit der Transfer-Lösung:

Druckt Euch mit dem Laserdrucker ein Lieblingsmotiv aus



Dieses fixiert Ihr mit der bedruckten Seite nach unten mithilfe von Malerkrepp auf den Stoff. 
Je frischer der Ausdruck des Motivs, desto intensiver der spätere Transferdruck! 


Mit dem Pinsel wird nun die Transferlösung auf das Papier aufgetragen. Sie durchdringt es und gibt die Tonerfarbe auf den Stoff ab.


Gleich nach dem Auftragen drückt man mit dem Schaber die Farbe noch fester auf den Untergrund.
Seid dabei vorsichtig. Sonst verschiebt sich der Stoff und das Ergebnis ist verwackelt.



Meine Vorlagen ( Aquarellbilder) waren jetzt keine farbintensiven Vorlagen. deshalb sind sie auch nicht ganz so farbstark, wie andere Motive mit kräftigen Konturen.


Nach dem Trocknen allerdings kamen die Farben noch intensiver zum Vorschein, sodass ich auch aus meinen Drucken Kleidungsstücke genäht habe.
Mit der Fixierflüssigkeit muss nun aber noch über das Motiv gestrichen werden, um es haltbar zu machen.

Beim nächsten Mal werde ich für diese Technik dann auch fertige Textilien verwenden können. 


Es macht nämlich richtig Spaß, mit dieser Methode herumzuexperimentieren und ist auch nicht zeitinternsiv.




Probiert die Techniken gerne einmal selbst aus. Alle Materialien von Marabu - ob einzeln oder als Komplett-Sets bekommt Ihr übrigens  im duo Schreib und Spiel Onlineshop.  Hier könnt Ihr bestellen und erhaltet die Waren von einem stationären duo -Händler zugesandt, der eurem Wohnort am Nächsten liegt. 

Viel Spaß beim Umsetzen Eurer Ideen ! 

Eure 





1 Kommentar

  1. Wow, toll was man damit alles zaubern kann - kommt ja super raus!
    Christine Spr.

    AntwortenLöschen

Ihr habt die Möglichkeit, eure Daten zu anonymisieren (wählt "Anonym" bei "Kommentar schreiben als" aus).
DATENSCHUTZ nach DSGVO: Mit dem Abschicken des Kommentars akzeptiert Ihr die Datenschutzbedingungen von uns und Google und erklärt euch damit einverstanden, dass Eure Daten gespeichert und weiterverarbeitet werden